Diese neue südkoreanische Serie, welche momentan auf Netflix läuft, zieht momentan viele unserer Schüler in ihren Bann. Die gewalthaltigen Inhalte in Verbindung mit einer visuell recht attraktiven Gestaltung erschrecken und haben durchaus Suchtpotential. Auch jüngere Heranwachsende werden zum Konsum und teilweise sogar zur Nachahmung der offiziell erst ab 16 Jahren freigegebenen Serie verleitet.
„Hier wird das Motiv „Survival of the fittest“ in fragwürdiger und sehr verstörender Weise umgesetzt. Auch wird von verschiedenen Körperverletzungen an Schulen im Zusammenhang mit der Serie berichtet. Momentan hört man auch immer wieder, dass Einladungskarten zum Nachspielen des Spiels unter den Schülern im Landkreis Dingolfing-Landau getauscht werden.
Lehrer, Sozialpädagogen und Eltern fragen zurzeit verstärkt medienpädagogische Unterstützungsangebote bei uns nach. Grundsätzlich gilt, dass reine Verbote meist zwecklos sind, erst Recht, wenn bei den Schülern bereits ein Hype um eine Serie oder um ein Computerspiel ausgebrochen ist. Die meisten von uns haben sicher auch bis zur Sucht das gute alte Moorhuhn erschossen. Wir empfehlen: Raten Sie insbesondere jüngeren Schülern vom Konsum ab, thematisieren sie die Serie offen im Unterricht, wenn ihnen zu Ohren kommt, dass viele ihrer Schüler diese schauen. Reden Sie über Eindrücke und Emotionen, nehmen Sie Ängste und Bedürfnisse ernst und überlegen Sie sich gemeinsame Strategien zu deren Bewältigung. Weisen sie auch die Eltern in geeigneter Art und Weise auf Probleme mit der Serie hin. Formate wie Netflix haben durchaus die Möglichkeit einer Altersbeschränkung. Holen Sie sich im Zweifelsfall auch gerne Unterstützung aus dem BdB-Netzwerk oder im Medienzentrum!
 
Franz Strasser, Medienzentrum Dingolfing-Landau